Schon wieder viel zu lange nicht gebloggt… Aaaaalso:
Zatz ist gut in Hong Kong angekommen, wir waren auch 3 Tage in Shenzhen und jetzt sind wir fuer den Rest des Monats in Vietnam. Noch sind wir in Hanoi aber schon heute abend steigen wir in den Nachtzug in den Sueden.
Wir haben tolle Dinge zum drueber bloggen erlebt, aber grad keine Zeit auch darueber zu schreiben… Ich hoffe ich vergess das nicht alles wieder!
Ansonsten ruhig mal ab und zu die Photos anschauen (falls ichs schaffe, welche hochzuladen) und nicht verwirrt sein, wenn ich ploetzlich ueber Shenzhen schreibe. Das heisst nur, dass ich meine Warteliste abarbeite…
In dem Spa in Shenzhen liefen überall Fernsehen mit einer chinesischen Soap. Ohne Ton, aber untertitelt. Und wie der Zufall es so will, lief da dann halt irgendwann tagsüber eine Szene, in der ein Mann sich massieren lässt, in einem Spa. Die Masseuse macht sich voll an den ran und schließlich kommt es zu weichgezeichnetem Geschlechtsverkehr (Ungefährt so explizit, wie das wohl auf im deutschen Nachmittagsprogramm der Fall wäre).
War nur irgendwie schon ganz schön komisch. Da ist man froh, ein seriöses Spa gefunden zu haben und schon hat man ein komisches Gefühl nach dem Motto „Was will uns diese Werbesendung sagen?“…
Aberglaube ist hier ja ein größerer Volkssport als in good ol’ Europe. So wird beispielweise die Zahl 4, die sich gleich anhört und schreibt wie „Tod“ gerne vermieden. In Kaufhäusern gibt es keinen vierten Stock. (Ups, ich wohne hier im vierten Stock, hilllfäääää). In dem Spa in Shenzhen waren alle Schließfächer nummeriert – aber eine 4 kam da nicht vor…
Ich war Mittwoch und Gestern in Shenzhen, das ist die Stadt direkt nördlich von Hong Kong. War vor ein paar Jahren ein Fischerdorf, wurde dann zur ersten Special Economic Zone. Dadurch wurde aus dem Fischerdorf eine Vier-Millionenstadt (ohne Umland). Ja, das ist grösser als Berlin! Sowas stampfen die Chinesen halt mal kurz aus dem Boden. Effekt: Dort wird, im Gegensatz zum Rest der Region, Mandarin gesprochen (sonst ist hier Kantonesisch vorherrschend). Kulturell ist das natürlich nicht mit Berlin vergleichbar, was kann man von einer schnell gewachsenen Kommerz-Stadt schon erwarten?
Am Mittwoch hab ich mich ein bisschen umgesehen und ich mag ist Stadt irgendwie. Ist einfach nicht so westlich wie Hong Kong, das ist schon eine gute Abwechslung. Dafür haben die da wohl auch nicht so gute Abgasnormen, zumindest stinken die Autos um einiges mehr!
Gestern bin ich dann mit ein paar Freunden in ein japanisches All-you-can-eat Restaurant da gegangen. Das war sowas von göttlich! Einen kleiner Eindruck könnt Ihr ja von dem Video im letzten Beitrag erhaschen. Danach noch ein bisschen gefeiert – hat mir auch besser gefallen als in Hong Kong, ist einfach weniger „touristisch“. (Jaja, das ist immer das geile, dass Touristen immer irgendwo hingehen wollen, wo keine Touristen sind.) Und danach ins Oriental Palm Spring Spa, wo wir auch gepennt haben. Da habe ich mich mit Thai-Massage, Sauna etc. verwöhnen lassen.
Ach ja, weil jetzt eh jeder an Prostitution denkt: Als es in Hong Kong kalt war, hab ich es ja nicht geschafft, eine Sauna zu finden, die wirklich einfach nur ne Sauna ist. (Die Spas hier sind glaube ich zu teuer, deshalb hab ichs garnicht erst probiert). Alle Saunen wollten so 400$ als normalen Preis und 800$ als „Special-Price“. Was darunter zu verstehen ist, überlasse ich jetzt der Phantasie des geneigten Lesers, ich habe nämlich auch keinen Plan. Aber als ich dann dachte, vielleicht kann mir ja Google helfen: Da gibts nur paarungsbereite schwule Männer…
Es gehört wohl zu den Widersprüchen des Lebens, dass ein Telefonat von einem Handy aus Hong Kong ins deutsche Festnetz günstiger ist, als von einem Handy aus Deutschland. Kostet nämlich nur 25 Hong Kong Cent, also gute 2 Eurocent die Minute.
Aber dank dem supertollen Internet werden eh alle internationalen Telefonate gleichteuer wie ein Ortsgespräch. Glaub ich zumindest.
Hört sich ja eigentlich sehr lecker an. Aber es bestand aus 20 Stangen Bok Choy, mit geschmacksneutralem Knoblauch. Und dazu Reis. War nicht wirklich schlecht, aber auch weit weg von „gut“. Ich habs runtergewürgt mit viel Chili-Soße.
Platz 2: Pork Noodles
Ist normalerweise sehr lecker. Nur hier gibt es die Eigenart, Wurstscheiben zu fritieren (!?). Das ganze dann auf eine Schüssel Nudeln gehauen, die in Wasser (ohne Geschmack) schwammen. Habs nach ein paar Bissen stehen lassen und beschloßen, dass eine Cola auch ein vollwertiges Frühstück ist.
Platz 1: Fried Noodles Shanghai Style, bei denen was schiefgelaufen ist
Wirklich ganz schlimm war das: Eigentlich sind Shangai Nudeln sehr lecker, mit viel Gemüse, Shrimps, etc. Und sogar ohne die fettige Soße, die hier so beliebt ist.
Dieses Essen war voll mit ekliger Soße, keine Gemüse, dafür Fleischstreifen und die Nudeln waren zur Hälfte hart (ich schätze mal roh). Hab nach ein paar Bissen aufgegeben. Leon hat das selbe 5 Minuten später bestellt, und die richtigen Shanghai Noodels bekommen. Die waren lecker! Mir wurde erst großzügig ein Tausch angeboten, jedoch nach einem Biss von meinem Ekelteller wieder rückgängig gemacht. Aber das ist hier halt so, die „ich habe Gemüse mit Reis bestellt und Suppe mit Fleisch bekommen“-Quote ist relativ hoch. Auch bei Leuten, die im Gegensatz zu mir fließend Kantonesisch sprechen.
Jajaja, ich wollte schon ewig mal übers Essen reden schreiben. In der Campus-Mensa kann man sehr gut bis sehr schlecht essen. Erstmal was es überhaupt gibt:
Reis mit Fleisch oder Gemüse
Nudelsuppe (Nudel in Brühe) mit Fleisch oder Gemüse
Ich ernähre mich vor allem chinesisch, aber heute habe ich erschreckend viel westliches gegessen – einen Burger und ein Sandwich.
Sehr gut und sehr einfach ist BBQ Fleisch mit Reis, das hat aber den Nachteil, dass meistens sehr wenig Soße dabei ist, und man dann den Reis trocken essen muss – oder halt mit ner Fertigsosse aus der Tüte. Ach ja, und die Chinesen trennen die Knochen nicht vom Fleisch, insbesondere bei Geflügel. Das soll ein Zeichen von Qualität sein. Auch die geschnittenen Fleischstücke sind meistens sehr gross, so dass man das Stück gerade noch so in den Mund kriegt. Dann muss man es im Mund rumschieben muss und den Knochen wieder ausspucken. Da war Thailand um einiges unkomplizierter, alles war stäbchenfertig portioniert! Hier kann es schonmal passieren, dass man einfach ein schnitzelgrosses mariniertes Stück Fleisch auf dem Reis oder in der Suppe liegen hat. Mit Stäbchen nicht so praktisch.
Apropos Stäbchen: Die ersten Tage hatte ich Muskelkater im kleinen Finger vom Stäbchenessen und es war eine Qual. Aber ein, zwei Wochen später merkt man garnichts mehr und muss sich auch nicht mehr aufs Essen konzentrieren.
Ach ja, und wenn irgendwo „Blabla mit Nudeln“ steht, ist das Nudelsuppe. Auch wenn einem grad gebratene Nudel lieber wären
Und ja, aus meinem guten Vorsatz, alles essen zu photographieren ist wohl nix geworden. Ich versuche mich zu bessern. Versprochen.